Kalshi und Alpaca: Partnerschaft für weltweite Prognosemärkte

Der Anbieter von Prognosemärkten Kalshi baut seine Aktivitäten auf internationaler Ebene aus. Zu diesem Zweck kooperiert das amerikanische Unternehmen mit Alpaca, einem Startup aus den Bereichen Brokerage und Finanzinfrastruktur. Alpaca, das weltweit über 14 Millionen Brokerage-Konten verwaltet, wird die Event-Kontrakte von Kalschi in sein Finanzsystem einbinden. Dadurch erhalten Brokerage-Häuser in verschiedenen Ländern, die auf Alpacas Technologie setzen, nach Erteilung der notwendigen lokalen Genehmigungen Zugriff auf die Event-Verträge.
Sowohl Privatanleger als auch Firmen, die Alpacas Brokerage-Infrastruktur nutzen, bekommen damit Zugang zu den Event-Kontrakten von Kalshi. Zum Einsatz kommt die gleiche Technologie, die auch auf der Kalshi-Plattform für den Handel anderer Anlageklassen verwendet wird. Dieser Schritt erfolgt kurz nachdem Alpaca Anfang des Monats bei der US-Börsenaufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert wurde. Somit darf Alpaca als lizenzierte US-Futures-Handelsfirma (Futures Commission Merchant) tätig sein – also als Brokerage, das Orders zum Kauf oder Verkauf von Derivaten vermittelt.
Alpaca reagiert auf Kundenwünsche
Alpaca ist in das Geschäftsfeld der Vorhersagemärkte eingestiegen, da hier eine spürbare Nachfrage der Nutzer nach Event-Kontrakten besteht. „Unser Anspruch ist es, Finanzdienstleistungen wirklich so vielen Menschen rund um den Globus wie möglich bereitzustellen, und man muss dorthin gehen, wo die Kunden Nachfrage signalisieren“, erläuterte Tony Lee, Chief Brokerage Officer von Alpaca, gegenüber CNBC. Genau dieses internationale Potenzial machte die Zusammenarbeit für Kalshi reizvoll, wie Max Crowley, Vice President of Business Development, hervorhob.
Alpaca unterhält Kooperationen mit über 300 Finanzinstituten und erreicht global 14 Millionen Brokerage-Konten. Da Kalshi sein Geschäft weltweit ausweiten möchte, hilft der Einsatz der Alpaca-Technologie durch Brokerage-Häuser in diversen Ländern dabei, dass deren Prognosemärkte schneller startklar sind, sobald die behördliche Freigabe vor Ort vorliegt. „Sie sind eine vertrauenswürdige Marke, technologisch fortschrittlich, und ihre Kunden arbeiten gerne mit ihnen zusammen“, sagte Crowley. „Es wird viel Zeit in Anspruch nehmen, das Geschäft global aufzubauen, doch diese technische Partnerschaft macht es möglich.“
Der Pfad zur weltweiten Ausweitung
Die Allianz ist der jüngste Schritt von Kalshi auf dem Weg zur Internationalisierung. Bereits im Juni ging das Unternehmen eine Kooperation mit dem kanadischen Finanzhaus Wealthsimple ein, um seine Märkte nördlich der US-Grenze anzubieten. Alpaca verzeichnet zudem 83.000 monatliche Nutzer seiner Application Programming Interface (API), die einzelnen Entwicklern erlaubt, eigene persönliche Software für den Handel mit Vermögenswerten zu programmieren. CNBC hatte bereits über Aktivitäten einzelner Händler von Vorhersagemärkten berichtet, die personalisierte automatisierte Software entwickeln, um sich einen Vorteil gegenüber anderen Tradern zu verschaffen.
Yoshi Yokokawa, Mitgründer und CEO von Alpaca, räumte ein, dass es Zeit brauchen wird, bis sich die Event-Kontrakte von Kalshi international ausrollen lassen. Er unterstrich jedoch, dass der mögliche Zustrom neuer Trader eine große Chance für Prognosemärkte darstelle. „Wenn sich das skalieren lässt“, so Yokokawa, „glaube ich, dass dies für Event-Verträge als Anlageklasse insgesamt von erheblicher Tragweite sein wird.“ Für deutsche Anleger ist der Vorgang von Bedeutung, weil er veranschaulicht, wie Vorhersagemärkte zunehmend in etablierte Brokerage-Infrastrukturen integriert werden. Offenlegung: CNBC und Kalshi unterhalten eine kommerzielle Verbindung, die die Kundengewinnung sowie eine Minderheitsbeteiligung umfasst.



