Jetzt kostenlos bei Bovestor anmelden!

Bleiben Sie immer am Ball und verpassen Sie mit dem Bovestor.newsletter nie wieder wichtige Neuigkeiten

  • Home
  • Business
  • Künstliche Intelligenz
  • Rohstoffe
  • Gold
  • Technologie
  • Kryptowährungen
    • Home
    • Business
    • Künstliche Intelligenz
    • Rohstoffe
    • Gold
    • Technologie
    • Kryptowährungen
    Home » News » Sanktionslücken: Hongkong und Dubai als Schlupflöcher für Russland und Iran

    Sanktionslücken: Hongkong und Dubai als Schlupflöcher für Russland und Iran

    Leonhard Müller7. September 2026



    Hongkong und Dubai haben sich als zentrale Drehscheiben in den verzweigten Kanälen zur Umgehung westlicher Sanktionen gegenüber Russland und dem Iran etabliert. Jüngsten Untersuchungen zufolge bewegen sich Milliardenbeträge an sanktionierten Vermögenswerten erfolgreich durch das internationale Finanzsystem – häufig unter Zuhilfenahme der Korrespondenzbanken-Infrastruktur bedeutender westlicher Geldhäuser.

    Rekordmengen russischen Goldes nach Hongkong

    Besonders eindrucksvoll offenbart sich dieser Trend am Edelmetallmarkt. Wie die Financial Times unter Berufung auf Handelsstatistiken meldet, hat Hongkong seine Position als bedeutender Umschlagplatz für russisches Gold erheblich ausgebaut. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 gelangten knapp 100 Tonnen russischen Goldes in die Sonderverwaltungszone. Dies stellt ein Rekordvolumen dar, das die Werte des Vergleichszeitraums 2025 verdreifacht.

    Hintergrund ist die 2022 verhängte Abschottung klassischer Goldhandelsplätze wie London und New York für russische Produzenten. Marktbeobachter sehen darin eine direkte Konsequenz der sich vertiefenden Wirtschaftspartnerschaft zwischen Moskau und Peking. Russland sucht nach Wegen, seine Rohstoffbestände zur Finanzierung seiner Kriegswirtschaft zu liquidieren. China als weltweit größter Goldabnehmer erweist sich dabei als bereitwilliger Partner.

    Hongkong unterhält keine Sanktionen gegen russisches Gold und fungiert als praktisches Einfallstor. Da das chinesische Festland strenge Einfuhrkontingente durchsetzt, nutzen zahlreiche chinesische Käufer Hongkong als Lagerort. Das Gold wird in den Tresoranlagen der Stadt verwahrt, um die heimischen Restriktionen zu umgehen. Hinzu kommen logistische Engpässe in Dubai, die durch anhaltende regionale Konflikte im Nahen Osten verschärft wurden und Hongkongs strategische Relevanz weiter erhöht haben.

    Neun Milliarden Dollar: Iranische Gelder durch US-Banken

    Während Hongkong den Warenverkehr erleichtert, existiert eine parallele Problematik bei der Bewegung von iranischem Kapital. Ein vom Wall Street Journal zitierter Bericht, auf den sich Investing.com bezieht, belegt, dass im Jahr 2024 rund neun Milliarden US-Dollar an iranischen Mitteln durch US-Banken geflossen sind. Dies geschieht trotz der "Operation Economic Outcast" des US-Finanzministeriums, einer Initiative zur Isolierung Teherans vom globalen Finanzsystem.

    Die Gelder gelangen typischerweise über Korrespondenzbankbeziehungen in das US-Finanzsystem. Iranische Akteure nutzen ein raffiniertes Geflecht aus Briefkastenfirmen und Wechselstuben in Jurisdiktionen wie Hongkong und Dubai, um die Herkunft ihrer Mittel zu verschleiern. Sobald diese Transaktionen ausländische Banken erreichen, die Dollar-Clearing-Konten bei US-Instituten unterhalten, sind sie kaum noch von legitimen internationalen Zahlungen zu unterscheiden.

    Ein aktueller Durchsetzungsfall verdeutlicht das Ausmaß des Problems: Das US-Finanzministerium beschränkte der VAE-Niederlassung der ägyptischen Banque Misr den Zugang zu US-Korrespondenzkonten. Der Vorwurf: Die Filiale habe 1,8 Milliarden Dollar für iranische Akteure weitergeleitet. Obwohl das Finanzministerium die beteiligten US-Banken nicht namentlich nannte, listet die Website der Banque Misr Institute wie JPMorgan Chase und Citigroup als Korrespondenzpartner auf. Dies unterstreicht die Anfälligkeit des US-Bankensystems gegenüber indirekten Sanktionsverstößen.

    Compliance-Risiken und geopolitisches Dilemma

    Sowohl der russische Goldhandel als auch die iranischen Finanznetzwerke bergen erhebliche Compliance-Risiken für internationale Banken. Fachleute warnen, dass die Vermischung von sanktionierten und nicht sanktionierten Vermögenswerten ein "reales Risiko einer unbeabsichtigten Gefährdung" für westliche Raffinerien und Finanzinstitute darstellt. Enthält eine Transaktionskette einen sanktionierten Produzenten oder eine sanktionierte Einheit, können Banken gegen internationales Recht verstoßen – selbst wenn die Verbindung durch mehrere Zwischenschritte verschleiert wurde.

    Für die USA ergibt sich daraus ein schwieriges Durchsetzungsdilemma. Während das Finanzministerium die Kontrollen weiter verschärft, bergen aggressive Beschränkungen des Korrespondenzbankwesens das Risiko, legitime internationale Zahlungen zu beeinträchtigen. Zudem könnte dieser Druck den Trend beschleunigen, dass Staaten sich vom US-Dollar abwenden. Der Iran setzt zunehmend auf den chinesischen Yuan und Kryptowährungen, um die US-Aufsicht zu umgehen, bleibt aber für bestimmte High-Tech-Käufe und den internationalen Handel auf den Dollar angewiesen.

    Ein Wandel der globalen Ordnung

    Die beiden Phänomene – russische Goldströme und iranische Finanzumgehungen – verdeutlichen einen grundlegenden Wandel in der internationalen Handelslandschaft. Je umfassender die westlichen Sanktionen werden, desto stärker verlassen sich die betroffenen Nationen auf "Finanzzentren mit chinesischen Merkmalen" oder nahöstliche Transitpunkte, um ihre wirtschaftliche Handlungsfähigkeit zu bewahren.

    Hongkongs Behörden betonen zwar, dass die Teilnehmer an ihren Clearingsystemen den Anti-Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfungsvorschriften unterliegen. Die Lage vor Ort deutet jedoch darauf hin, dass die Infrastruktur der globalen Finanzwelt zunehmend für die Interessen sanktionierter Staaten zweckentfremdet wird. Während die USA und ihre Verbündeten versuchen, diese Schlupflöcher zu schließen, steht das internationale Finanzsystem vor einer Phase erhöhter Volatilität – geprägt vom Ringen zwischen traditioneller westlicher Aufsicht und der Entstehung alternativer, dezentraler oder nicht-westlicher Handelskorridore.

    SanktionsumgehungRussisches GoldHongkongIranKorrespondenzbankenUs-SanktionenFinanzsystemDubai





    Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

    Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

    1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

    2. Der Herausgeber dieser Publikation sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

    3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

    Disclaimer

    Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

    Stock Market Media Ltd. (Bovestor) hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. (Bovestor) regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

    Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:

    Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 97 Sunnyhill Road, London, SW16 2UW, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

    Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:

    Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen der besprochenen Aktien basieren auf folgender Vorgehensweise:

    • Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)
    • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV-Hochrechnung)
    • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
    • Effekt der von uns erwarteten gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype) bei entsprechend steigendem Risiko
    • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (technischer Ansatz)

    Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft nur eingeschränkt sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung solcher Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie eine exzessive Nachfrage, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei hohem Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt, was zwar extreme Gewinnmöglichkeiten eröffnet, jedoch auch das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang erhöht. Durch die gesteigerte Volatilität ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten in beide Handelsrichtungen.

    Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und Verlustpotential.

    Hinweis zu Informationsquellen:

    Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Die Auswahl der Quellen erfolgt nach eigenen Maßstäben. Wir greifen auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück, wie Pressemitteilungen, Ad-hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen, gängige Finanzmedien sowie Unternehmens- oder Branchenanalysen Dritter. In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

    Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:

    Wir weisen darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie sonstige an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligte Personen oder Unternehmen sowie Auftraggeber (Dritte) zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an den besprochenen Wertpapieren halten und ein Interesse an einer Kurs- oder Umsatzsteigerung haben, da beabsichtigt ist, diese Wertpapiere im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung zu verkaufen oder zu erwerben. Ein Kurszuwachs kann zu einem Vermögenszuwachs dieser Personen führen. Ebenso kann ein Kursrückgang im Erwerbsinteresse liegen. Dies stellt einen gesetzlichen Interessenkonflikt dar, auf den ausdrücklich hingewiesen wird.

    Stock Market Media Ltd. (Bovestor) und ihre Mitarbeiter werden für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für weitere Dienstleistungen entgeltlich vergütet. Diese Vergütung kann durch das besprochene Unternehmen selbst, durch verbundene Dritte oder durch sonstige interessierte Dritte erfolgen. Zudem besteht eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung mit dem besprochenen Unternehmen oder dessen Aktionären. Auch hierin besteht ein gesetzlicher Interessenkonflikt.

    Hinweis zur Handhabung der internen Organisationspflichten:

    Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers ist eine interne Kontrolle der Compliance-Prozesse der an dieser Publikation beteiligten Personen nur eingeschränkt möglich.

    Verantwortliche Aufsichtsbehörde:

    Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) angezeigt.


    Trumps Unterhändler reisen nach Kiew – Friedensgespräche nach Moskau-Besuch
    Read Next

    Trumps Unterhändler reisen nach Kiew – Friedensgespräche ...

    • BOVESTOR NEWSLETTER

      Melden Sie sich an für die schnellsten News.

    • Aktuelle News

      • 1
        Sanktionslücken: Hongkong und Dubai als Schlupflöcher für Russland und Iran
        Sanktionslücken: Hongkong und Dubai als Schlupflöcher fü ...
      • 2
        Trumps Unterhändler reisen nach Kiew – Friedensgespräche nach Moskau-Besuch
        Trumps Unterhändler reisen nach Kiew – Friedensgespräche ...
      • 3
        Ideen-Export statt Wertschöpfung: Warum Großbritannien seine Innovationen nicht behalten kann
        Ideen-Export statt Wertschöpfung: Warum Großbritannien s ...
      • 4
        Versicherer winken Milliarden durch Absicherung von KI-Rechenzentren
        Versicherer winken Milliarden durch Absicherung von KI-R ...

    BOVESTOR NEWSLETTER

    Melden Sie sich an für die schnellsten News.


    KontaktDisclaimerDatenschutzNutzungsbedingungen
    Copyright 2026 ©Bovestor.com - Alle Rechte vorbehalten.
    Press enter/return to begin your search