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    Private-Credit-Boom: Wohlhabende Investoren ziehen Milliarden ab

    Dirk W. Müller3. April 2026



    Der Ansturm auf Rücknahmen aus Private-Credit-Fonds hat im ersten Quartal 2025 ein beispielloses Niveau erreicht. Allein Blue Owl Capital verzeichnete Rücknahmeanträge von 5,4 Milliarden US-Dollar aus zwei seiner Fonds. Das entspricht 22 Prozent seines 36-Milliarden-Dollar-Private-Credit-Fonds und sogar 41 Prozent eines technologieorientierten Fonds.

    Die Welle erfasst die gesamte Branche. Bei Wettbewerbern wie Apollo Global Management, Blackstone, BlackRock und Cliffwater gingen ebenfalls Rücknahmeanträge ein, die jeweils die kritische Schwelle von 5 Prozent der ausstehenden Anteile überschritten. Ab dieser Marke greifen bei den meisten Fonds automatische Rücknahmebeschränkungen.

    Insgesamt versuchten Anleger laut der Investmentbank Robert A. Stanger & Co. im ersten Quartal fast 14 Milliarden Dollar aus sogenannten Business Development Companies (BDCs) abzuziehen. BDCs sind Private-Credit-Vehikel, die Kredite an Unternehmen mit spekulativer Bonität vergeben. Ausgezahlt wurde davon nur etwa die Hälfte.

    Dramatischer Anstieg gegenüber Vorjahr

    Der Vergleich mit früheren Quartalen verdeutlicht die Dramatik der Entwicklung. Im Vorquartal beliefen sich die Rücknahmeanträge noch auf 5,7 Milliarden Dollar, im gesamten Jahr 2024 auf lediglich 3,7 Milliarden Dollar. Der Anstieg auf 14 Milliarden Dollar in nur einem Quartal signalisiert eine deutliche Stimmungswende unter Privatanlegern.

    Der Pool wohlhabender Privatanleger, der als zentraler Wachstumsmotor für die Private-Credit-Branche galt, erweist sich nun als Schwachstelle. Hinzu kommen Anzeichen für eine Verschlechterung der Kreditqualität in den Portfolios, die Private-Credit-Firmen in den vergangenen Jahren aufgebaut haben.

    Branchenführer geben Entwarnung – vorerst

    Die Führungskräfte der großen Private-Credit-Häuser betonen, dass die Fondsstrukturen planmäßig funktionieren. Die schrittweise Auszahlung der Anteilsinhaber über einen längeren Zeitraum sei bewusst so konzipiert worden, um genau solche Situationen zu bewältigen. Institutionelle Investoren zeigten bislang keine Anzeichen für einen Rückzug aus der Anlageklasse.

    Die Branche sammelte im vergangenen Jahr noch 43 Milliarden Dollar an frischem Kapital ein. Allerdings haben die Zuflüsse laut Stanger-Daten in den vergangenen Monaten spürbar nachgelassen – ein Zeichen, dass der jahrelange Boom in Private Credit an Schwung verliert.

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    Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

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    2. Der Herausgeber dieser Publikation sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

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    Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden.

    Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen der besprochenen Aktien basieren auf folgender Vorgehensweise:

    • Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)
    • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV-Hochrechnung)
    • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
    • Effekt der von uns erwarteten gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype) bei entsprechend steigendem Risiko
    • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (technischer Ansatz)

    Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft nur eingeschränkt sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung solcher Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie eine exzessive Nachfrage, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei hohem Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt, was zwar extreme Gewinnmöglichkeiten eröffnet, jedoch auch das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang erhöht. Durch die gesteigerte Volatilität ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten in beide Handelsrichtungen.

    Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und Verlustpotential.

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