SCHD-ETF mit Rekordplus: Dividendenfonds überflügelt den S&P 500 2026 deutlich

Der Schwab U.S. Dividend Equity ETF (SCHD) erlebt ein außergewöhnliches Börsenjahr. Mit einem Kurs von etwa 34 US-Dollar weist der Fonds eine Wertsteigerung von 29,29 Prozent innerhalb eines Jahres auf. Damit hängt der Dividenden-ETF den S&P 500 ab, der im selben Zeitraum eine Performance von rund 11 Prozent erzielte.
Seit seiner Auflegung im Jahr 2011 lieferte der SCHD beständige Ergebnisse mit soliden Ausschüttungen. Doch ein derartiges Jahr hat der Fonds bislang nicht gesehen. Zwischen 2021 und 2025 verbuchte der ETF zwar ordentliche Renditen, konnte aber nicht mit den spektakulären Kursgewinnen der großen Technologiewerte mithalten.
Was den SCHD 2026 nach vorne bringt
Das laufende Jahr gehört dem SCHD. Die Erträge haben ihn an die Spitze der dividendenorientierten Exchange Traded Funds (ETFs) katapultiert. Besonders auffällig ist der zweistellige Abstand zum S&P 500. Mehrere Faktoren auf makroökonomischer und markttechnischer Ebene befeuern diesen Aufschwung.
Ein wesentlicher Treiber ist die Rotation von Wachstums- hin zu Substanzwerten. Anleger, die die hohen Bewertungen von KI- und Megacap-Tech-Aktien nicht mehr mittragen wollen, verlagern ihr Geld in günstigere, schwankungsärmere Titel mit Dividendenzahlungen. Genau auf solche Papiere setzt der SCHD. Hinzu kommen geopolitische Spannungen und die Zollpolitik, die Investoren in sicherere Anlagehäfen treiben.
Ohne Tech-Aktien durchs Jahr
Die größten Positionen des SCHD enthalten kaum die großen Technologiewerte, die 2026 bisher schwächelten. Da der Fonds keine nennenswerten Beteiligungen in diesem Sektor hält, blieb er von der Abkühlung der Tech-Branche verschont. Stattdessen zählen Abbott Labs, Amgen, ConocoPhillips, Chevron und Home Depot zu den Schwergewichten im Portfolio.
Index-Überarbeitung im März 2026
Im März 2026 wurde der zugrunde liegende Index des SCHD angepasst. Dadurch kamen weitere bedeutende, qualitativ hochwertige Dividendenwerte ins Portfolio. UnitedHealth, Procter & Gamble und Accenture wurden aufgenommen, während bereits Qualcomm und Texas Instruments zum Bestand gehörten. Diese Neuzugänge trugen zur Renditesteigerung bei.
Der SCHD überzeugt Anleger durch seine starke Wertentwicklung, eine attraktive Dividendenrendite und niedrige Kosten. Kurzum: Der ETF durchläuft ein erfolgreiches Jahr, weil der Markt derzeit genau jene soliden, dividendenstarken Unternehmen belohnt, auf die der SCHD setzt. Für Privatanleger, die eine defensive und dennoch ertragreiche Anlagemöglichkeit suchen, stellt der SCHD damit eine reizvolle Alternative zu klassischen europäischen Dividenden-ETFs dar.



